Der vorliegende Text fasst einige Ergebnisse zusammen, die sich während der letzten zwei Jahre in unterschiedlichen antirassistischen, migrantischen und weniger migrantischen Diskussionszusammenhängen zur komplexen Debatte um Critical Whiteness und die hiesigen Adaption herauskristallisiert und konkretisiert haben. Im Folgenden findet eine Reflexion um derzeitige linke Bewegungspolitiken und ihre historische Dimension statt, sowie eine Auseinandersetzung um die unmittelbaren Theoreme von Critical Whiteness. Ausgangspunkt dieses Textes ist ein Unbehagen sowohl mit der Praxis als auch mit der Theorie antirassistischer Zusammenhänge und Gruppen, die sich auf linke Politik beziehen. Seit mehreren Jahren können wir einen Verfall der antirassistischen Bewegung in diesem Land beobachten. Im Gegensatz zu den 1990er und den frühen 2000er Jahren gelingt es mittlerweile nicht mehr, unter der Perspektive von Antirassismus eine umfassende Gesellschaftskritik zu formulieren oder auch nur einen Großteil der bewegungspolitischen Linken zu versammeln. Konnten unter dem Eindruck von Wiedervereinigung und rassistischen Pogromen neue Praktiken und Theorien weite Teile der verschiedenen radikalen Ström
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