Gold, Sklaven und Elfenbein
by Detlef Gronenborn, Paul Adderley
"Während des Mittelalters entstanden in der Sahel- und Sudanzone Westafrikas etliche mächtige Staaten, die weitreichende Handelsverbindungen bis nach Indien und in den Vorderen Orient, aber auch nach Europa unterhielten. Ihre wirtschaftliche Basis war der Export von Gold, Sklaven und Elfenbein; geprägt waren sie vom Islam und der arabischen Welt, wiesen aber auch sehr eigenständige afrikanische Züge auf. Im 19. Jahrhundert wurden diese Reiche zum Ziel wirtschaftlicher und politischer Expansionsinteressen der europäischen Kolonialmächte, darunter auch Deutschland. Trotz der folgenden Einbindung in die Kolonialreiche haben einige der traditionellen Staaten bis heute überdauert, so im Norden Nigerias die Hausa-Stadtstaaten und das Emirat Borno. Der Band führt in den Naturraum ein und beleuchtet die Entstehung und die Expansion der westafrikanischen Reiche über die letzten eintausend Jahre. Im Mittelpunkt stehen kostbare Funde aus einem Gräberfeld, das die faszinierende weltwirtschaftliche Rolle Westafrikas im ausgehenden Mittelalter greifbar werden lässt. Numerous powerful empires emerged in the Sahelian and Sudanian Zone of West Africa during the Medieval Period. Their trade networks
For young readers
Book data: Open Library