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Andres Veiel

by Claudia Lenssen

Criticism and interpretationMotion picture producers and directorsMotion picturesHistory and criticismTheaterProduction and direction

Andres Veiel ist einer der bekanntesten Regisseure und Stückeschreiber der Gegenwart. Seine Filme haben viel zur wachsenden Aufmerksamkeit für den Dokumentarfilm jenseits stereotyper Formate beigetragen. Als Psychologe setzt der 1959 in Stuttgart geborene Filmemacher auf die Präsenz seiner Protagonisten und das Potential kritisch-empathischer Gespräche mit ihnen, als Schüler des polnischen Meisterregisseurs Krzysztof Kieślowski auf die kinematografische Qualität imaginativer Leinwandmomente. Andres Veiel gelang eine für einen Dokumentarfilmer ungewöhnliche Karriere, die zudem unverkennbar auch von dem Impuls getragen ist, Kunst als Anstoss zum gesellschaftlichen Diskurs zu verstehen. Jeder seiner Filme ein Solitär, spiegeln sich in ihnen doch zentrale Leitmotive wider, etwa die Auseinandersetzung mit struktureller Macht, Gewalt und Hybris. Seine Generationenporträts 'Die Überlebenden' und 'Die Spielwütigen' erzählen vom existentiellen Risiko des Erwachsenwerdens in der Leistungsgesellschaft. Wer, wenn nicht wir, die fiktive Biografie von Gudrun Ensslin und Bernward Vesper, Veiels erstem Spielfilm, lotet die innere Abhängigkeit der RAF-Generation von den Mustern ihrer vom NS geprägt

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For young readers

Book data: Open Library